Donnerstag, 17. Mai 2012    08:26:29

Kemnather Delegation besuchte Zagorje ob Savi – Im September Konzert der Stadtkapelle in Slowenien

Kemnath/Zagorje ob Savi. (stg)

Gut 680 Kilometer liegt Zagorje ob Savi von Kemnath entfernt: Gäste aus der Oberpfalz sind in der slowenischen Stadt jederzeit willkommen, denn mit der 17.000-Einwohner-Kommune pflegt Kemnath seit 2008 eine Städtepartnerschaft. Jetzt hatte sich eine zehnköpfige Delegation mit 1. Bürgermeister Werner Nickl und Stellvertreter Josef Krauß auf den Weg gemacht, um gemeinsame Aktionen für das laufende Jahr zu planen und auch die Region besser kennenzulernen.

Untergebracht waren die Kemnather in einer netten Pension in Zagorje, bei der Ankunft wurden sie bereits von Stadtdirektor Brano Omahne und dessen Frau Janja sowie Jože Rabuzin, dem Manager des SVEA-Orchesters, begrüßt. Von den Qualitäten des Orchesters konnten sich die Kemnather letztmals bei der Einweihung der generalsanierten Mehrzweckhalle im März überzeugen, nun stand im Kulturzentrum von Zagorje das Festkonzert anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Ensembles an. Daran sowie am anschließenden Empfang nahmen die Kemnather als Ehrengäste teil. In Gesprächen mit den Verantwortlichen vor Ort wurden auch die weiteren musikalisch-künstlerischen Akzente in der Städtepartnerschaft besprochen. „Festgezurrt“ wurde hierbei ein Abendkonzert der Kemnather Stadtkapelle im Kulturzentrum in Zagorje am 17. September. Am selben Tag vormittags soll darüber hinaus ein etwa halbstündiges Standkonzert der Stadtkapelle im Zentrum von Zagorje stattfinden. Großes Interesse haben die Kultur-Verantwortlichen vor Ort auch an einer Ausstellung von Kemnather Künstlern, die ebenfalls am selben Abend eröffnet werden soll. Hierzu laufen bereits die ersten Vorgespräche.

Ein weiterer Programmpunkt des Besuchs war eine Fahrt zum botanischen Garten „Grove Park“ in Mozirje, wenige Kilometer von Zagorje entfernt. Die etwa sechs Hektar große Fläche überraschte die Besucher aus Kemnath nicht nur mit einer enormen Blütenfülle, sondern beispielsweise auch mit Informationen über die Herstellung von Trockenfleisch, einer Spezialität der Region. Nicht fehlen durfte im Besuchsprogramm ein Abstecher nach Celje, wo sich die Burgruine an einer dominanten Stelle, auf einer Anhöhe südöstlich der Altstadt, befindet. Sie war die bedeutendste mittelalterliche Burg Sloweniens. Nach 1846 begann man, die Ruine allmählich wieder aufzubauen. Die Erhaltung und Erneuerung der Mauern der alten Celjer Burg ist somit der älteste kontinuierlich verlaufende Wiederaufbau in Slowenien. Bei einer Führung erfuhren die Kemnather viele interessante Details aus der Geschichte des Bauwerks und der darin lebenden und herrschenden Menschen. Während des Aufenthalts trafen die Kemnather Botschafter auf zahlreiche „alte Bekannte“ wie die Gemeinderäte Marjana Mlinarič, Samo Vrtačnik, Gregor Brinjevec Rudi Medved und ehrenamtlichen Bürgermeister Matjaz Svagan, die zum Teil auch schon in Kemnath zu Gast waren. Nach dem Besuch waren sich alle Teilnehmer einig: Geographisch werden Kemnath und Zagorje zwar nicht näher aneinander rücken, aber das zwischenmenschliche Verhältnis verdient schon die Charakterisierung „Freundschaft“.

Text und Bilder: Holger Stiegler

© Copyright Stadt Kemnath, Stadtplatz 38, 95478 Kemnath | Tel. +49 (0) 96 42 / 707 - 0 | Fax +49 (0) 96 42 / 707 - 50