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Volle Fahrt ins neue Domizil: Die Kemnather Feuerwehr ist umgezogen

Der Umzug der Kemnather Feuerwehr von alten ins neue Feuerwehrhaus war nicht zu überhören: Mit Blaulicht und Sirenen fuhren sämtliche Einsatzfahrzeuge im Konvoi durch die Stadt. Die symbolträchtige Strecke führte an allen bisherigen Dienstgebäuden der Feuerwehr vorbei.

An der Mehrzweckhalle starteten die zehn Fahrzeuge und vier Anhänger der Kemnather Feuerwehr ihren „Blaulichtumzug“. Rund zwei Kilometer verlief die Strecke über die Bad- und Wunsiedler Straße sowie den Stadtplatz und die Bayreuther Straße hin zur neuen Zentrale. Die Route führte vorbei an den ehemaligen Feuerwehrgerätehäusern im Schützengraben, am Primianusplatz, in der Wunsiedler sowie in der Bayreuther Straße. Trotz des nasskühlen Wetters versammelten sich viele Bürger, um an diesem Meilenstein für die Stadt Kemnath teilzunehmen.

Am Ziel angekommen erfolgte der gemeinsame Marsch der Aktiven, der Mitglieder und der Ehrengäste mit der Vereinsfahne auf das Gelände. Dem schloss sich nach einem Fototermin ein Kameradschaftsabend mit gemütlichem Beisammensein, einer zünftigen Brotzeit und Getränken an.

Nach rund drei Jahren Bauzeit ist das neue, rund 12,5 Millionen Euro teure Gebäude nun bezogen, lediglich kleinere Arbeiten an den Außenanlagen stehen noch aus. Im Gebäude müssen die Feuerwehrleute in nächster Zeit noch beim Ordnen und Einrichten mit anpacken. Der Ausbildungs- und Übungsbetrieb wird dann voraussichtlich im August starten.

Weithin sichtbar ist der 16,5 Meter hohe F-förmige Übungsturm, in dem verschiedenste Szenarien trainiert werden können, zum Beispiel Abseilen und Anleitern und auch das Vorgehen über ein Treppenhaus in Obergeschosse samt Schlauchführung. Auch eine Übungswohnung ist eingebaut, in der verschiedene Szenarien beübt werden können.  Das Feuerwehrhaus beinhaltet insgesamt 13 Stellplätze für Fahrzeuge, Räume für Lagerung und Wartung der Ausrüstung (darunter Werkstätten für Fahrzeuge, feuerwehrtechnische Gerätschaften, Atemschutz, persönliche Schutzausrüstung, Schläuche und Armaturen, Einsatzmittellager, Waschanlage, Trocknungsraum), Umkleide- und Sozialräume sowie einen großzügigen Schulungsraum sowie Räume für die Kinder- und Jugendfeuerwehr. Die Leitzentrale befindet sich im Winkelbau genau in der Ecke, sodass sowohl die Fahrzeughalle als auch der Alarm- und Übungshof überblickt werden können.

Brot und Salz – als Symbol für Glück, Wohlstand und eine gesegnete Zeit - übergab Bürgermeister Roman Schäffler dem Kommandanten Peter Denz beim Bezug des neuen Gerätehauses. Nachdem der Bürgermeister den Mitgliedern der Kemnather Feuerwehr den Befehl zum Einrücken in das neue Gebäude gab.

Rückbau des alten Feuerwehrhauses läuft

Die Abbrucharbeiten am alten Feuerwehrhaus aus dem Jahr 1982 durch die Firma Ebersbach, Oelsnitz, gehen gut voran. Das Gebäude ist im Inneren bereits entkernt, weitere Schritte folgen in den nächsten Wochen. Nach Abschluss der Abbruchmaßnahmen wird die freiwerdende Fläche als Parkplatz sowie als Hoffläche für die Feuerwehr genutzt. Diese Arbeiten übernimmt die Firma Zeitler aus Kemnath. Sie sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Das benachbarte Mössbauer-Anwesen musste bereits vorher weichen, um Platz für die Zufahrt zu schaffen.

Die offizielle Einweihung ist für nächstes Jahr geplant, wenn auch die Außenanlagen und die Einrichtung fertiggestellt sind. Dann feiert die Feuerwehr ihr 160-jähriges Bestehen mit einem dreitägigen Fest.

 

Fotos: Florian Frank