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Friedhofsverwaltung

Der Friedhof – ein Ort der Würde, Kultur und Natur

Friedhöfe sind Orte der Bestattung, der Trauer und des Gedenkens sowie Räume für Begegnung der Besucher. Zudem sind sie von großer kultureller Bedeutung und Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten. Ihre würdevolle Gestaltung ist eine wichtige Aufgabe für die Friedhofsträger. Durch eine Vielzahl religiöser, kultureller, aber auch weltanschaulicher Faktoren hat sich in den letzten Jahren das Friedhofs- und Bestattungswesen verändert. Für die künftigen Bedürfnisse der Hinterbliebenen beziehungsweise Nutzungsberechtigten und der verstärkten Nachfrage nach neuen Formen der Beisetzung sind daher praktikable Lösungen unter Berücksichtigung regionaler und lokaler Besonderheiten des Friedhofs zu berücksichtigen und behutsam weiterzuentwickeln.

 


Neue Aussegnungshalle

Eine neue „Mitte“ im Friedhof Kemnath - Neubau einer Aussegnunghalle

Mit dem Neubau der Aussegnungshalle „auf der grünen Wiese“ wurde das am Standort des früheren Leichenhauses nicht abschließend zu lösende akustische und optische Problem aufgrund der dort vorbeiführenden Straße und des unmittelbar angrenzenden Verbrauchermarktes beseitigt. Nun können die Angehörigen endlich in aller Stille – ohne störende Lärm- und Sichtbeeinträchtigungen – von den Verstorbenen Abschied nehmen. Damit wurden die Rahmenbedingungen künftiger Aussegnungen und Bestattungen erheblich verbessert.

Zudem verfügt die neue Aussegnungshalle nunmehr über eine öffentliche und barrierefreie Toilette. Und auch bei der Parkplatzsituation am Friedhof, insbesondere in der Bayreuther Straße, zeichnet sich eine Lösung ab.

 


Erweiterung des Urnenhains und neue Urnengrabplätze

Ebenfalls ab jetzt möglich: Baumbestattungen 

Neben den traditionellen Bestattungsarten der Erd- und Feuerbestattung entwickeln sich immer mehr verschiedene Beisetzungsformen. Das ist auch in Kemnath der Fall.

Die bisherigen Bestattungsformen in Reihengräbern und mit Grabsteinen entsprechen nicht mehr dem Bedürfnis der Zeit. Mehr als zwei Drittel aller Bestattungen erfolgen in Kemnath als Feuerbestattung. Viele Menschen wollen ihre Angehörigen unter Bäumen (oder gar im Wald) bestatten, ohne besondere Ausschmückung und Gestaltung von Grabanlagen, teils auch unter Wegfall der Grabpflege.

Wie gut Urnengrabplätze angenommen werden, zeigt der Urnenhain mit Urnenpultstein, der im Oktober 2015 in Betrieb genommen wurde. Alle 38 Urnengrabplätze sind belegt. Eine Erweiterung war somit dringend geboten.

Albrecht Strohn, freier Landschaftsarchitekt, hat sich hierzu Gedanken gemacht. Im rückwärtigen Bereich der neuen Aussegnungshalle wurden in einem ersten Bauabschnitt 20 weitere Urnengräber mit Pultstein geschaffen. Insgesamt sind 100 Grabplätze auf der Erweiterungsfläche geplant. Im Zuge dieser Maßnahme ist auch eine Wegeanbindung an den künftigen Parkplatz beim neuen Feuerwehrgerätehaus vorgesehen.

Die Nachfrage nach Baumbestattungen besteht auch bei uns. Hierbei wird eine sog. vererdbare Urne mit der Asche des Verstorbenen in eine Erdröhre im Wurzelbereich eines Baumes in die Erde eingebracht.

Der Bereich des Erdhügels mit kleinkronigen Bäumen nordwestlich der neuen Aussegnungshalle ist für diese Bestattungsform unter Verwendung eines modularen Urnengrab-Systems vorgesehen. Bei drei Bäumen werden jeweils sechs 2-fach-Erdröhren und bei einem Baum vier 4-fach-Erdröhren vorgesehen.

Die eingelegte Granitplatte, die die Erdröhre verschließt, wird mit den persönlichen Angaben zur/zum Verstorbenen durch einen Steinmetz beschriftet. Der zeitliche Aufwand, um eine Beisetzung durchführen zu können, ist durch das rasche Entfernen und anschließendes Auflegen der Platten sehr gering.

Weitere Auskünfte zu den neuen Bestattungsformen erteilt die Friedhofsverwaltung Kemnath unter der Rufnummer 09642 707-720.