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Interkulturelles Familien- und Bürgerhaus Lenzbräu
Herzlich willkommen!
Mitten im Herzen der Stadt Kemnath befindet sich das Interkulturelle Familien- und Bürgerhaus auf dem Anwesen der ehemligen Brauerei "Lenzbräu". Das Gebäude hat eine jahrhundertealte Historie und wurde nach einer umfassenden Sanierung zu einem öffentlichen Haus für Begegnung, Kultur und Veranstaltungen weiterentwickelt.
Heute bietet das denkmalgeschützte Gebäude Raum für unterschiedliche Nutzungen und Aktivitäten. Dabei verbindet das Lenzbräu seine Geschichte als traditionsreicher Brauereistandort mit einer zeitgemäßen Funktion als Ort für die Menschen in Kemnath und der Region.
Ein Haus voller Möglichkeiten: So wird es genutzt
Die Stadtbücherei – Wo Lesen grenzenlos wird
In der Stadtbücherei gehen wir mit dem Open Library-Konzept neue Wege. Besucher sind mit ihrem Benutzerausweis nicht mehr an betreute Öffnungszeiten gebunden, sondern haben täglich von 9 bis 22 Uhr freien Zugang zur Bücherei – wo sie in aller Ruhe stöbern, lernen und schmökern können.
Das Mittendrin – Wo alle willkommen sind
Gleichgesinnte treffen, die Kinder spielen lassen, an Kursen teilnehmen und sich einfach wohlfühlen. Aber auch Unterstützung bekommen, wenn kleine Hürden im Leben auftreten, die man gemeinsam einfach besser bewältigen kann. Für all das und vieles mehr bietet das Familien- und Bürgerzentrum der Stadt Kemnath Raum. Mit Selbsthilfegruppen und sozialen Angeboten greifen wir Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen unter die Arme. Nachhaltigkeit, Inklusion und Netzwerken von Jung und Alt werden aktiv gelebt.
Das Firstzimmer – Wo Menschen „Ja“ sagen
Sie wünschen sich eine standesamtliche Trauung in historischer Umgebung – stilvoll, ruhig und voller Charme? Dann entdecken Sie einen Ort, der Ihren besonderen Moment unvergesslich macht.
Die Stadt Kemnath bietet Paaren die Möglichkeit, sich im Familien- und Bürgerhaus das Ja-Wort zu geben. Das liebevoll gestaltete Firstzimmer schafft mit seiner besonderen Atmosphäre einen würdevollen Rahmen für Ihre standesamtliche Trauung – fernab von Hektik und störenden Einflüssen.
Der Bürgersaal – Wo Menschen zusammenkommen
Der Bürgersaal im Dachgeschoss dient als Raum für kleinere Veranstaltungen der Stadt Kemnath.
Vom Bräuhaus zum Bürgerhaus
Die Geschichte des Hauses geht bis in die Frühzeit Kemnaths zurück. Bis zum 17. Jahrhundert als reines Privathaus genutzt, begann die öffentliche Wahrnehmung dieses Gebäudes, als 1677 eine Weißbiergesellschaft gegründet wurde, die dort bis 1804 braute und ihr helles Bier vertrieb.
Von 1804 bis 1812 betrieb der zugezogene Weiß- und Braunbiermeister Joseph Huber dort ein Bräu- und Malzhaus, das er auch den brauberechtigten Bürgern der Stadt öffnete. Bereits 1812 musste der überschuldete Betrieb versteigert werden.
In diesen Zusammenhang ist erstmals eine Beschreibung des Anwesens zu finden: Wohn- und Bräuhaus mit umliegenden Gartenflächen und Felsenkeller auf der Ziegelhütte.
1813 übernahm der Kemnather Georg Strickner den Braubetrieb. Es wurden nach und nach angrenzende Häuser und Grundstücke dazugekauft und das Anwesen erweitert. Nach seinem Tag führten seine Witwe und ihr zweiter Ehemann Joseph Kastner das Bräuhaus bis 1877.
Es folgten Mitglieder der Kemnather Familie Ponnath, unter anderem Männer mit dem Vornamen Lorenz, was zum Namen „Lenzbräu“ führte. 1978 endete der Braubetrieb und das Gebäude diente noch bis 1992 als Depot einer auswärtigen Brauerei.
Von 1993 bis 2017 stand das denkmalgeschützte Anwesen leer und verfiel zusehends, bis es die Stadt Kemnath kaufte.
Nach der europaweiten Ausschreibung der Architektenleistungen begann 2018 die Planung und 2021 schließlich die Baumaßnahmen.
Die städtebauliche Zielsetzung des Projektes war dabei der Erhalt der originalen Bausubstanz und des typischen Stadtbildes. Der Stadtkern wird als lebendiges Zentrum gestärkt und die Lebensqualität der Bewohner nachhaltig verbessert.
Die Gesamtkosten für die Maßnahme betragen rund 13,9 Mio. Euro. Die Fördersumme aus Mitteln der Städtebauförderung durch den Bund und den Freistaat Bayern beträgt rund 8,6 Mio. Euro.
